Press

Fono Forum

Ja, sie haben etwas Neues und Substanzielles zu sagen. Das demonstrieren die Mitglieder des Pacific Quartet Vienna gleich im ersten Stück, Mozarts „Dissonanzen“-Quartett. Mit fahlem Ton kriechen sie in die querständigen Reibungen hinein, die dem Stückseinen Beinamen beschert haben, sie phrasieren das Adagio rhetorisch und beleben das Menuett und Finale auch mit schroffen Figuren. Das wirkt sehr prägnant, sehr sprechend – und ein bisschen wie instrumentales Theater.

Womit wir beim Konzept des Albums wären. „Szenen ohne Worte“ hat das in Wien und Zürich beheimatete Ensemble sein Programm genannt und dieses Versprechen auch eingelöst. Donizettis kurzweiliges, viel zu wenig bekanntes D-Dur-Quartett überrascht sein Publikum mit immer neuen Licht- und Stimmungswechseln, die das Pacific Quartet pointensicher durchlebt. Da treffen sanfte Klageseufzer auf wild gewordene Trillerexzesse, am Ende des Larghetto mit seinem schmachtenden Gesang grummelt das Cello wie ein knurriger Buffo-Bass. Herrlich! Ebenso Verdis Quartett, das die vier Streicherinnen und Streicher quirlig und abwechslungsprall auf die Kammermusikbühne bringen. Zwischen Walzerseligkeit und entrücktem Himmelsblick, zwischen warmem Legato und wildem Hexentanz liegen da oft nur ein paar Takte.

or in English “Yes, they have something new and substantial to say. The members of the Pacific Quartet Vienna demonstrate this right from the first piece, Mozart’s “Dissonance” Quartet. With a pale tone, they crawl into the clashing dissonances that gave the piece its nickname, phrasing the Adagio rhetorically and enlivening the Minuet and Finale with jagged figures. The result is striking, expressive—and a bit like instrumental theater.

Which brings us to the concept of the album. Titled Scenes Without Words, the ensemble based in Vienna and Zurich delivers on its promise. Donizetti’s entertaining and far too little-known D major quartet surprises its listeners with ever-changing lights and moods, which Pacific Quartet navigates with a sure sense of timing and expression. Gentle sighs of lament meet frenzied trills; at the end of the Larghetto, with its yearning song, the cello grumbles like a grumpy buffo bass. Glorious! The same goes for Verdi’s quartet, which the four musicians bring to the chamber stage with liveliness and colorful variety. Between waltzing bliss and an otherworldly gaze, between warm legato and a wild witches’ dance, only a few bars often separate one world from the next.“

Fono Forum, August 2025

Crescendo-Magazin

For Mozart – “Le Pacific Quartet Vienna (…) livre une lecture équilibrée, à la fois transparente et intense (…)”

or in English “The Pacific Quartet Vienna offers a balanced interpretation (…) that is transparent and intense (…)“

For Verdi – “Le Pacific Quartet Vienna enlève ce Verdi insolite avec un brio communicatif et un vrai sens du dialogue”

or in English “The Pacific Quartet Vienna brings this unusual work by Verdi to life with rousing verve and a keen sense of dialog“

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Klassik Heute

“Das Pacific Quartet intensiviert die beißende Chromatik und den Eindruck eines harmonischen Schlingerns, so dass man die Schockwirkung auf Mozarts Zeitgenossen nachvollziehen kann.”

or in English “The Pacific Quartet intensifies the biting chromaticism and the impression of a harmonic lurch, so that one can understand the shock effect on Mozart’s contemporaries.”

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Pizzicato

“(…)ebenso sorgfältig erarbeitete wie auch entspannt wirkende Interpretationen (…)”

or in English “(…) interpretations that are as carefully crafted as they are relaxed (…)”

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Wochen-Zeitung, Weggis, Vitznau, Greppen, Gersau, Rigi

Brillantes Bettagskonzert (…) Yuta Takase und Simon Wiener (Geigen), Chin-Ting Huang (Viola) sowie die Cellistin Sarah Weilenmann beeindruckten am Bettagskonzert mit einem anspruchsvollen Programm und überzeugten das Publikum mit grosser Spielfreudigkeit und virtuoser Präzision.

Sarganserländer

Es war phantastisch, wie es den MusikerInnen gelang, ihre ausserordentlichen individuellen technischen und musikalischen Fähigkeiten zu einem Gesamt-Klang-Erlebnis zu vereinen. Ein live-Konzert von dieser Qualität und Klasse kann ganz anders ergreifen und mitreissen als jede noch so aufwändig rekonstruierte Ton-Konserve.

Die Presse

Das junge, multinationale Streichquartett, (…) legte sichtlich Wert grossen Wert darauf, durch gemeinsamen Atem einen sensiblem Zusammenklang zu finden, warm und anschmiegsam, aber fern jeder Sentimentalität. (…) Primgeiger Yuta Takase, Eszter Major an der zweiten Geige, Chin-ting Huang an der Viola und Sarah Weilenmann am Cello präsentierten Mendelssohns vielseitiges Werk in seinen vielen Facetten mit behutsam-souveränem Spiel.

Kronen Zeitung

Der Abend berührte aber nicht nur durch die „himmlischen Dissonanzen“ in der Musik, sonder durch das souveräne Zusammenspiel (…) Ein ungemein warmer Klang und weite Spannungsbögen waren das faszinierende Ergebnis.“

kleinezeitung.at

„Die vier Musiker (…) ließen schon in Mozarts „Dissonanzenquartett“ KV 465 aufhorchen: uneitles, flüssiges Musizieren, das auf Effekte verzichtete. Wunderbar intensiv gelangen Anton Weberns Fünf Sätze op. 5, (…)“

L’Eco di Bergamo

„I quattro archi hanno mostrato tutte le carte per imporsi come und delle migliori formazioni in campo internazionale. (…) È stato davvero un piacere vederli sounare assieme: un organismo perfetto, sobrio e scorrevole, anche nella scelta dei tempi, calibrati con raffinata misura. (…) Incantevole l’esecuzione de „L’allodola“ die Haydn. Un’interpretazione di mirablie limpidezza, equilibrata come una geometria di cristalli.“

pizzicato.lu

Der italienische Maler Giovanni Segantini hat für die Weltausstellung 1900 in Paris ein Alpentriptychon unter dem Titel ‘Werden – Sein – Vergehen’ geschaffen. Die Musikwerke auf dieser CD werden jeweils einem dieser Momente zugeordnet und sollen so auch die große Einheit bilden.

Den Anfang macht Mayuzumis ‘Prelude’, das in einer Trapezsitzordnung mit einigem Abstand zwischen den Musikern gespielt wird. Dadurch wird eine für jede Stimme einzeln erhörbare Situation geschaffen, die vom gewohnt europäischen Zusammenklang abweicht. Das Stück spielt eher in der unteren Lautstärkeskala. Dadurch wird das Sein der Stille erfahrbar, nicht das Werden und Vergehen der Töne. Das Eingefroren-musikalische der ‘Bagatellen’ von Anton Webern ist ebenfalls dem Sein zuzuordnen. Webern war übrigens glühender Bewunderer des Malers.

Das magische Licht der untergehenden Sonne im Gemälde als Werden ist dem vierten Sonnenquartett von Haydn zugeordnet. Alle drei Komponenten sind in dem Werk ‘Tryptich’ von Martin Derungs vereint, dass somit ein musikalisches Abbild der Gemälde ist und für die aufführenden Musiker geschaffen wurde. Es bietet leicht neutönende Klänge, ohne die Ohren zu strapazieren.

Die Besetzung des Ensembles mit asiatischen und europäischen Musikern spiegelt sich in der Programmgestaltung auch dieser CD wider. Dabei befruchten sich wohl die Charaktere der Musiker, denn es gelingt für jedes Werk den richtigen Ansatz zu finden. Haydn erklingt klassisch rein, und es strahlt das Licht der Sonne. Webern wird mit der in der Kürze und Konzentration der Stücke gebotenen Kargheit dargeboten.

Das einleitende ‘Prelude’ schafft eine dem westlichen Hörer ungewohnte Atmosphäre, da der Raum zwischen den Instrumenten und damit auch den Tönen erklingt. Verschiedene Stimmungen zeichnen das musikalische ‘Triptych’ aus. Düsterheit, die aus Hader und Ringen resultiert, wird erst im Finale durch Sonnenstrahlen vertrieben, die Frieden bringen, mit dem das Stück verklingt.

Das Quartett pflegt einen harmonischen warmen Klang und treibt keine klanglichen Spitzen. Dieser Ansatz kommt den dargebotenen Werken zugute, so dass eine rundum gelungene Einspielung entstanden ist.

This album’s title Werden-Sein-Vergehen is derived from the painter Giovanni Segantini’s triptych Becoming-Being-Passing Away and is the center of inspiration for this recording. The varied performances match the style of each of the very different works. Technically the Pacific Quartet’s playing is impressive too.

(For the Debut-CD 2016)

arcana.fm

There was much to admire. A nicely balanced program of Mozart and Schumann began with one of the six quartets the former composer wrote and dedicated to Haydn. The D minor is the darkest quartet of the six, exploring more oblique harmonies and melodies than the composer normally would. The quartet gave a nicely poised performance, the obdurate and slightly gruff outer movements punctuated by flashes of light. The slow movement was light and beautifully floated, as though they were performing an aria, while the trio section of the stern minuet took the weight away completely, a note of mischief added to the duets between leader Yuta Takase and violist Chin-Ting Huang.

For the Schumann the quartet had a noticeably warmer sound, and they bought joy to one of the composer’s happiest utterances, written in the wake of his marriage to Clara. The lyrical first movement and romantic third were affectionately played, Huang giving maximum expression to the melodies. The scherzo was fun but eventually paled in the shadow of the finale, which gets obsessed with a ten note motif to the point of distraction. Here it cropped up with amusing regularity, the intervening sections deliberately contrasted with it so that it felt like home.

This was an impressive first Wigmore outing for the quartet, who clearly enjoyed the experience and the music they brought with them. I would wager it won’t be the last!

(For the concert in the Wigmore Hall at 28.01.2017)

nachrichten.at

[…] zeigte sich die große Affinität der drei Musikerinnen aus Ungarn, Taiwan und der Schweiz und des japanischen Primarius zur Musiksprache dieser Zeit, ein gesundes Gefühl für Tempi und feine dynamische Abstufungen und eine hohe Kunst, das heftig kompositorisch verschlungene Material klar offenzulegen und phrasierungstechnisch ideal zu gestalten, auf hohem technischen Niveau gepaart mit sauberer Intonation.

gliamicidellamusic

Die vier jungen Spieler des Pacific Quartet Vienna präsentierten sich, klanglich und spielerisch verbunden und mit bewundernswertem Glanz (mitgerissen vom Japaner Yuta Takase)

(www.gliamicidellamusic.net, 2.7.2015)

 

The Yomiuri Shimbun

Im Halbfinal und Final des Haydn Wettbewerbs überzeugte das PQV mit den Streichquartetten von Haydn […] durch seine grosse künstlerische Reife. Bereits im Vorjahr in Takamatsu wurde das Kaiserquartett, sowie dieses Jahr das Lerchenquartett vom Publikum begeistert aufgenommen.

(The Yomiuri Shimbun, 9.4.2015)

Zeitschrift Kultur

“Pacific Quartet Vienna“ beeindruckten als sensibel aufeinander eingespieltes Team, so dass unerhörte Klanglandschaften entstanden. Ihre ausgeklügelten Spieltechniken und die spielerische Kreativität entwickelten eine gut nachvollziehbare Eigendynamik.

(Zeitschrift Kultur, 13.9.2012)

 

 

KulturKreisKassel

Nach dem heftig beklatschten Stück Kargers spielte das Quartett Alban Bergs »Lyrische Suite« derart nuanciert und gleichzeitig aufwühlend, als wäre es ein Plädoyer für die gesamte Gattung Streichquartett.

(KulturKreisKassel, 11. 2011)