Pacific Quartet Vienna

Das Quartett

 

Ihre Leidenschaft für die Königsdisziplin der Kammermusik, das Streichquartett, bewog die vier jungen Musiker(innen) zur Gründung des multinationalen und inzwischen international bekannten Pacific Quartet Vienna. Mit ihrem feinfühligen, warmen Quartettklang begeistert das Quartett seither weltweit sein wachsendes Publikum.

Auftritte im Rahmen von renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, Ravenna Festival, Kalkalpen Festival oder dem Niksic International Festival of Chamber Music, sowie regelmässige Konzerte in den grossen Sälen der Welt gehören ebenso zum Tourneeplan wie privat organisierte Hauskonzerte. Zu den Konzert-Highlights in der kommenden Saison zählen unter anderem das Debut im Musikverein (Wien) und der Wigmore Hall (London), sowie CD- und Rundfunkaufnahmen mit dem österreichischen Label Gramola und dem Schweizer Radio SRF.

2015 gewann das PQV den 1. Preis, Publikumspreis und Preis für die beste Interpretation eines Werkes von Joseph Haydn am 6. Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb in Wien. Des Weiteren gewann das Quartett 2016 den August Pickhardt Preis der Stadt Basel.

Neben ihrem Schwerpunkt auf der Wiener Klassik und der 2. Wiener Schule setzt das mehrfach preisgekrönte Pacific Quartet Vienna besondere Akzente durch interkulturelle Austauschprogramme zwischen Europa (Schweiz / Österreich) und Asien (Japan / Taiwan). Aus diesen Kulturaustauschprogrammen gingen in den letzten Jahren Tourneen durch die genannten Ländern hervor.

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Chin-Ting Huang

Chin-Ting Huang wurde in Kaohsiung (Taiwan) geboren. Im Alter von neun Jahren begann sie Erhu (chinesisches Streichinstrument) zu spielen und bereits nach zwei Jahren war sie Preisträgerin des taiwanesischen Landeswettbewerbs. Bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr konnte sie jährlich sensationelle Erfolge bei verschiedensten großen Musikwettbewerben verzeichnen. Mit vierzehn Jahren begann sie unter Naoko Tomizawa Violine zu spielen und wurde kurze Zeit später von der National Sun Yat-Sen Universität aufgenommen. Dort studierte sie Violine als Hauptfach bei Jen-Jie Yang und Klavier als Nebenfach und schloss des Weiteren eine pädagogische Ausbildung ab. Während ihrer Ausbildung begann sie sich sehr für die Kammermusik zu interessieren. Der Zufall führte sie zur Viola und bereits nach kurzer Zeit stand für sie fest, dass die Bratsche ihre Zukunft sein würde.

Von 2005-2010 studierte Chin-Ting Huang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Viola bei Ilse Wincor und ab 2007 ebenfalls Streichkammermusik bei Johannes Meissl. Beide Studiengänge schloss sie mit Auszeichnung ab.

Neben ihrem Studium besuchte sie Meisterkurse bei Hatto Beyerle, Nobuko Imai, Gertrude Rossbacher, Thomas Riebl und Patrick Jüdt. In der Kammermusik wurde sie maßgeblich von Teresa Leopold, Rudolf Leopold, Peter Matzka und Evagenia Epshtein beeinflusst und inspiriert.

Im Jahr 2011 war sie Bratschistin des Radio-Symphonieorchesters Finnland in Helsinki. Seit Herbst 2012 ist sie Mitglied des Pacific Quartet Vienna. Außerhalb des Spielens sammelte sie wertvolle Erfahrungen im Musik- und Kulturmanagement, wie Viola-Space-Taiwan, ein Viola-Festival wo sie als Organisatorin und Leiterin arbeitete. Seit 2011 arbeitet sie in der Organisation der Internationalen Sommerakademie Wien-Prag-Budapest mit.

Sarah Weilenmann

Sarah Weilenmann, geboren in Zürich, studierte von 2000-2004 zuerst als Jungstudentin dann als ordentliche Studentin Violoncello bei Thomas Grossenbacher (Hochschule der Künste Zürich). Nach Abschluss des Grundstudiums wechselte sie in die Violoncelloklasse von Natasha Brofsky (New England Conservatory of Music, Boston) wo sie im Sommer 2007 den Bachelor of Music erhielt. Danach folgten Cello- und Barockcello-Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Konzertklasse von Prof. Stefan Kropfitsch und Prof. Herwig Tachezi, die sie 2010 mit Auszeichnung abschloss.

Sarah Weilenmann war mehrfache Preisträgerin des Kiwanis Wettbewerbes und des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes, sowie Stipendiatin der Fritz-Gerber, Lyra und CLB Stiftung. 2006 erhielt sie auch ein Merit Award des New England Conservatory. Von 2003-2008 war sie Mitglied des Schleswig Holstein Festival Orchesters. Meisterkurse besuchte sie bei Reinhard Latzko, Laurence Lesser, Lluis Claret, Anner Bylsma, Jap ter Linden, Troels Svane, Sebastian Hamann und Walter Levin.

Seit mehreren Jahren ist sie Cellistin des Pacific Quartet Vienna mit dem sie europaweit, sowie in Asien auftritt und mit dem sie sich aktiv für einen Kulturaustausch zwischen Japan, der Schweiz und Österreich engagiert. Des Weiteren spielt sie mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt und unter Mark Minkowski mit Les Musiciens du Louvre. Seit 2010 spielt sie regelmässig bei den Wiener Symphonikern.

Sarah Weilenmann ist begeisterte Cello- und Ensemblelehrerin und unterrichtet seit 2012 an der Musikschule und Konservatorium Zürich.

Yuta Takase

Yuta Takase, geboren in Yokohama (Japan), erhielt 1988 seinen ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren.

1999 trat er in das Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris ein, wo er intensiv mit Régis Pasquier zusammenarbeitete. 2002 schloss er sein Violinstudium des CNSMD de Paris mit dem 1. Preis bei den »Récitals du Prix de Violon« ab. 2002-2004 studierte er Kammermusik bei Jean Mouillère am CNSMD de Paris. Im Wintersemester 2003 wurde ihm im Rahmen des Austauschprogrammes »Erasmus/Sokrates« ein Stipendium zugesprochen, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Stefan Kamilarov und Michael Frischenschlager zu studieren. Zugleich vertiefte er seine kammermusikalische Erfahrung bei Johannes Meissl.
Des Weiteren besuchte er Meisterkurse bei renommierten Geigern wie Midori Goto, Yuko Mori, David Grimal, Ivry Gitlis, Ilia Korol, und Sebastian Hamann.

Er ist Preisträger verschiedener grosser Internationaler Wettbewerbe und Festivals. So gewann er beispielsweise den Sonderpreis beim Musikfestival Aspen-Nagano 1997, den 3. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb »Tibor Varga« 2000 in der Schweiz, den 3. Preis beim »The London Oratory International Violin Competition« 2001 in Großbritannien, den 4. Preis beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb 2006 in Österreich und den 1. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb »Nedjalka Simeonova« in 2007 in Bulgarien.

Yuta Takase trat in Radiosendungen und Fernsehsendungen des NHK, des »Nippon Television«, des RNC, der CATVs (Japan), des »Radio Courtoisie« (Frankreich), des ORF (Österreich), des SRF (Schweiz), des »Bulgarian National Radio« (Bulgarien) auf. Als Solist konzertierte er mit dem »Tokio Symphony Orchestra«, dem »Lithuanian Symphony Orchestra«, dem »Ensemble Phidias«, und gab Rezitale in Japan, in Frankreich und in Österreich.

Er ist der Gründer des Streichquartetts »Pacific Quartet Vienna«.

 

Eszter Major

Eszter Major, Schweizerin mit ungarischen Wurzeln, wurde 1986 in Lugano in eine Musikerfamilie geboren und erhielt mit drei Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei ihrer Mutter. Kurze Zeit später war sie bereits Preisträgerin des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes. Ab dem Jahr 2001 studierte sie gleichzeitig bei Emilie Haudenschild in Basel und sammelte erste Erfahrungen als Solistin mit dem Orchestra d’archi giovanile della Svizzera italiana. Ihre Lehrer waren Valery Gradow, Sebastian Hamann und Giuliano Carmignola. 2009 erhielt sie ihren Bachelor und 2012 ihren Master of Arts in Music mit Auszeichnung am Conservatorio della Svizzera Italiana.

Eine grosse Inspirationsquelle war für Eszter Major während mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit Professor Robert Cohen, in deren Klaviertrio sie gespielt hat und mit dem sie auch beim “Festival Charleston Manor” aufgetreten ist.

Seit August 2012 ist sie Mitglied des Pacific Quartet Vienna, mit dem sie den 1. Preis und zwei Sonderpeise (beste Interpretation einer Komposition Joseph Haydns und Publikumspreis) beim 6. Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb gewonnen hat.

Neben ihrer Arbeit im Quartett, ist Eszter Major auch eine aktive Orchestermusikerin. Von 2009–2011 war sie Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters, im Jahr 2012 war sie Konzertmeisterin der Jungen Philharmonie Zentralschweiz. Des weiteren spielt sie regelmässig als Zuzügerin beim LSO (Luzerner Sinfonieorchester) und OSI (Orchestra della Svizzera Italiana).