Quartett

Pacific Quartet Vienna

Yuta Takase Erste Violine

Yuta Takase, geboren in Yokohama (Japan), erhielt 1988 seinen ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren.

1999 trat er in das Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris ein, wo er intensiv mit Régis Pasquier zusammenarbeitete. 2002 schloss er sein Violinstudium des CNSMD de Paris mit dem 1. Preis bei den »Récitals du Prix de Violon« ab. 2002-2004 studierte er Kammermusik bei Jean Mouillère am CNSMD de Paris. Im Wintersemester 2003 wurde ihm im Rahmen des Austauschprogrammes »Erasmus/Sokrates« ein Stipendium zugesprochen, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Stefan Kamilarov und Michael Frischenschlager zu studieren. Zugleich vertiefte er seine kammermusikalische Erfahrung bei Johannes Meissl.

Des Weiteren besuchte er Meisterkurse bei renommierten Geigern wie Midori Goto, Yuko Mori, David Grimal, Ivry Gitlis, Ilia Korol, und Sebastian Hamann.

Er ist Preisträger verschiedener grosser Internationaler Wettbewerbe und Festivals. So gewann er beispielsweise den Sonderpreis beim Musikfestival Aspen-Nagano 1997, den 3. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb »Tibor Varga« 2000 in der Schweiz, den 3. Preis beim »The London Oratory International Violin Competition« 2001 in Großbritannien, den 4. Preis beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb 2006 in Österreich und den 1. Preis beim Internationalen Violinwettbewerb »Nedjalka Simeonova« in 2007 in Bulgarien.

Yuta Takase trat in Radiosendungen und Fernsehsendungen des NHK, des »Nippon Television«, des RNC, der CATVs (Japan), des »Radio Courtoisie« (Frankreich), des ORF (Österreich), des SRF (Schweiz), des »Bulgarian National Radio« (Bulgarien) auf. Als Solist konzertierte er mit dem »Tokio Symphony Orchestra«, dem »Lithuanian Symphony Orchestra«, dem »Ensemble Phidias«, und gab Rezitale in Japan, in Frankreich und in Österreich.

Er ist der Gründer des Streichquartetts »Pacific Quartet Vienna«.

Chin-Ting Huang Viola

Chin-Ting Huang wurde in Kaohsiung (Taiwan) geboren. Im Alter von neun Jahren begann sie Erhu (chinesisches Streichinstrument) zu spielen und bereits nach zwei Jahren war sie Preisträgerin des taiwanesischen Landeswettbewerbs. Bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr konnte sie jährlich sensationelle Erfolge bei verschiedensten großen Musikwettbewerben verzeichnen. Mit vierzehn Jahren begann sie unter Naoko Tomizawa Violine zu spielen und wurde kurze Zeit später von der National Sun Yat-Sen Universität aufgenommen. Dort studierte sie Violine als Hauptfach bei Jen-Jie Yang und Klavier als Nebenfach und schloss des Weiteren eine pädagogische Ausbildung ab. Während ihrer Ausbildung begann sie sich sehr für die Kammermusik zu interessieren. Der Zufall führte sie zur Viola und bereits nach kurzer Zeit stand für sie fest, dass die Bratsche ihre Zukunft sein würde.

Von 2005-2010 studierte Chin-Ting Huang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Viola bei Ilse Wincor und ab 2007 ebenfalls Streichkammermusik bei Johannes Meissl. Beide Studiengänge schloss sie mit Auszeichnung ab.

Neben ihrem Studium besuchte sie Meisterkurse bei Hatto Beyerle, Nobuko Imai, Gertrude Rossbacher, Thomas Riebl und Patrick Jüdt. In der Kammermusik wurde sie maßgeblich von Teresa Leopold, Rudolf Leopold, Peter Matzka und Evagenia Epshtein beeinflusst und inspiriert.

Neben ihrem Studium besuchte sie Meisterkurse bei Hatto Beyerle, Nobuko Imai, Gertrude Rossbacher, Thomas Riebl und Patrick Jüdt. In der Kammermusik wurde sie maßgeblich von Teresa Leopold, Rudolf Leopold, Peter Matzka und Evagenia Epshtein beeinflusst und inspiriert.

Sarah Weilenmann Violoncello

Sarah Weilenmann, geboren in Zürich, studierte von 2000-2004 zuerst als Jungstudentin dann als ordentliche Studentin Violoncello bei Thomas Grossenbacher (Hochschule der Künste Zürich). Nach Abschluss des Grundstudiums wechselte sie in die Violoncelloklasse von Natasha Brofsky (New England Conservatory of Music, Boston) wo sie im Sommer 2007 den Bachelor of Music erhielt. Danach folgten Cello- und Barockcello-Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Konzertklasse von Prof. Stefan Kropfitsch und Prof. Herwig Tachezi, die sie 2010 mit Auszeichnung abschloss.

Sarah Weilenmann war mehrfache Preisträgerin des Kiwanis Wettbewerbes und des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes, sowie Stipendiatin der Fritz-Gerber, Lyra und CLB Stiftung. 2006 erhielt sie auch ein Merit Award des New England Conservatory. Von 2003-2008 war sie Mitglied des Schleswig Holstein Festival Orchesters. Meisterkurse besuchte sie bei Reinhard Latzko, Laurence Lesser, Lluis Claret, Anner Bylsma, Jap ter Linden, Troels Svane, Sebastian Hamann und Walter Levin.

Seit mehreren Jahren ist sie Cellistin des Pacific Quartet Vienna mit dem sie europaweit, sowie in Asien auftritt und mit dem sie sich aktiv für einen Kulturaustausch zwischen Japan, der Schweiz und Österreich engagiert. Des Weiteren spielt sie mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt und unter Mark Minkowski mit Les Musiciens du Louvre. Seit 2010 spielt sie regelmässig bei den Wiener Symphonikern.

Sarah Weilenmann ist begeisterte Cello- und Ensemblelehrerin und unterrichtet seit 2012 an der Musikschule und Konservatorium Zürich.

Simon Wiener Zweite Violine

Simon Wiener wurde 1994 in Uster (Schweiz) geboren und studierte bei Zakhar Bron (2010-2014, Zürcher Hochschule der Künste), Renaud Capuçon (2014-2018, Haute Ecole de Musique de Lausanne) und Ilya Gringolts (2018-2020, ZHdK). Meisterkurse u.a. bei Ana Chumachenco, Maxim Vengerov, Midori Goto, Benjamin Schmid, Mihaela Martin und Donald Weilerstein.

Er ist Gewinner des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs 2019 in Pörtschach. Am Leopold-Mozart-Wettbewerb 2019 in Augsburg wurde er mit dem Preis der Kritiker-Jury und dem Sonderpreis für die beste öffentliche Probe und Interpretation des kammermusikalischen Werks ausgezeichnet. 2018 erhielt er den ersten Preis beim Wettbewerb „Kiefer Hablitzel-Göhner“. Ausserdem Preisträger u.a. am Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb 2012 in Lublin, am Concorso Postacchini 2016 in Fermo und am Wettbewerb „Rodolfo Lipizer“ 2018 in Gorizia.

Solistische Auftritte u.a. mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, der Sinfonietta de Lausanne, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Eremitage-Orchester St. Petersburg, und dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie. Rezitale mit Klavier in Konzertreihen wie «moments musicaux» in Gstaad oder «Rélévations – Jeunes Talents» in Biel.

Simon Wiener ist Mitglied des Zürcher Kammerorchesters und seit 2022 Mitglied des Pacific Quartet Vienna.

Das Quartett

Ihre Leidenschaft für die Königsdisziplin der Kammermusik, das Streichquartett, bewog die vier Musikerinnen und Musiker zur Gründung des multinationalen und inzwischen international bekannten Pacific Quartet Vienna, das sowohl in Wien wie auch in Zürich beheimatet ist. Mit ihrem feinfühligen, warmen Klang begeistert das Quartett seither weltweit sein wachsendes Publikum.

2015 gewann das PQV den 1. Preis, den Publikumspreis und den Preis für die beste Interpretation eines Werkes von Joseph Haydn am 6. Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb in Wien. Des Weiteren gewann das Quartett 2016 den August Pickhardt Preis der Stadt Basel und 2017 den New Austrian Sound of Music Preis 2018/19.

Zu den Highlights der vergangenen Konzertsaisons zählten unter anderem Konzerte im Musikverein (Wien), in der Wigmore Hall (London) und im Brucknerhaus Linz, sowie Auftritte im Rahmen von renommierten Festivals wie der Styriarte (Graz), dem Trame Sonore Mantova Chamber Music Festival, den Haydn Festspielen Burgenland, dem Kalkalpen Festival oder dem Lucerne Festival. Mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen mit dem österreichischen Label Gramola und dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF, sowie diverse erfolgreiche Tourneen nach Italien, Japan und Taiwan runden die Arbeit des Quartettes ab.

Nebst dem Schwerpunkt auf der 1. und 2. Wiener Schule hat das Pacific Quartet Vienna ihre Aktivitäten mit interkulturellen Austauschprogrammen zwischen Europa (Schweiz/Österreich) und Asien (Japan/Taiwan) ergänzt. Dies führte zu ausgedehnten Tourneen in diesen Ländern während den letzten Jahren. Außerdem hat das Quartett ein einzigartiges Märchenkonzertprogramm realisiert, das Kindern und Erwachsenen Klänge, Sprachen und Philosophien aus verschiedenen Kulturkreisen vermittelt.

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