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pizzicato.lu

Der italienische Maler Giovanni Segantini hat für die Weltausstellung 1900 in Paris ein Alpentriptychon unter dem Titel ‘Werden – Sein – Vergehen’ geschaffen. Die Musikwerke auf dieser CD werden jeweils einem dieser Momente zugeordnet und sollen so auch die große Einheit bilden.

Den Anfang macht Mayuzumis ‘Prelude’, das in einer Trapezsitzordnung mit einigem Abstand zwischen den Musikern gespielt wird. Dadurch wird eine für jede Stimme einzeln erhörbare Situation geschaffen, die vom gewohnt europäischen Zusammenklang abweicht. Das Stück spielt eher in der unteren Lautstärkeskala. Dadurch wird das Sein der Stille erfahrbar, nicht das Werden und Vergehen der Töne. Das Eingefroren-musikalische der ‘Bagatellen’ von Anton Webern ist ebenfalls dem Sein zuzuordnen. Webern war übrigens glühender Bewunderer des Malers.

Das magische Licht der untergehenden Sonne im Gemälde als Werden ist dem vierten Sonnenquartett von Haydn zugeordnet. Alle drei Komponenten sind in dem Werk ‘Tryptich’ von Martin Derungs vereint, dass somit ein musikalisches Abbild der Gemälde ist und für die aufführenden Musiker geschaffen wurde. Es bietet leicht neutönende Klänge, ohne die Ohren zu strapazieren.

Die Besetzung des Ensembles mit asiatischen und europäischen Musikern spiegelt sich in der Programmgestaltung auch dieser CD wider. Dabei befruchten sich wohl die Charaktere der Musiker, denn es gelingt für jedes Werk den richtigen Ansatz zu finden. Haydn erklingt klassisch rein, und es strahlt das Licht der Sonne. Webern wird mit der in der Kürze und Konzentration der Stücke gebotenen Kargheit dargeboten.

Das einleitende ‘Prelude’ schafft eine dem westlichen Hörer ungewohnte Atmosphäre, da der Raum zwischen den Instrumenten und damit auch den Tönen erklingt. Verschiedene Stimmungen zeichnen das musikalische ‘Triptych’ aus. Düsterheit, die aus Hader und Ringen resultiert, wird erst im Finale durch Sonnenstrahlen vertrieben, die Frieden bringen, mit dem das Stück verklingt.

Das Quartett pflegt einen harmonischen warmen Klang und treibt keine klanglichen Spitzen. Dieser Ansatz kommt den dargebotenen Werken zugute, so dass eine rundum gelungene Einspielung entstanden ist.

This album’s title Werden-Sein-Vergehen is derived from the painter Giovanni Segantini’s triptych Becoming-Being-Passing Away and is the center of inspiration for this recording. The varied performances match the style of each of the very different works. Technically the Pacific Quartet’s playing is impressive too.

(For the Debut-CD 2016)

arcana.fm

There was much to admire. A nicely balanced program of Mozart and Schumann began with one of the six quartets the former composer wrote and dedicated to Haydn. The D minor is the darkest quartet of the six, exploring more oblique harmonies and melodies than the composer normally would. The quartet gave a nicely poised performance, the obdurate and slightly gruff outer movements punctuated by flashes of light. The slow movement was light and beautifully floated, as though they were performing an aria, while the trio section of the stern minuet took the weight away completely, a note of mischief added to the duets between leader Yuta Takase and violist Chin-Ting Huang.

For the Schumann the quartet had a noticeably warmer sound, and they bought joy to one of the composer’s happiest utterances, written in the wake of his marriage to Clara. The lyrical first movement and romantic third were affectionately played, Huang giving maximum expression to the melodies. The scherzo was fun but eventually paled in the shadow of the finale, which gets obsessed with a ten note motif to the point of distraction. Here it cropped up with amusing regularity, the intervening sections deliberately contrasted with it so that it felt like home.

This was an impressive first Wigmore outing for the quartet, who clearly enjoyed the experience and the music they brought with them. I would wager it won’t be the last!

(For the concert in the Wigmore Hall at 28.01.2017)

nachrichten.at

[…] zeigte sich die große Affinität der drei Musikerinnen aus Ungarn, Taiwan und der Schweiz und des japanischen Primarius zur Musiksprache dieser Zeit, ein gesundes Gefühl für Tempi und feine dynamische Abstufungen und eine hohe Kunst, das heftig kompositorisch verschlungene Material klar offenzulegen und phrasierungstechnisch ideal zu gestalten, auf hohem technischen Niveau gepaart mit sauberer Intonation.

gliamicidellamusic

Die vier jungen Spieler des Pacific Quartet Vienna präsentierten sich, klanglich und spielerisch verbunden und mit bewundernswertem Glanz (mitgerissen vom Japaner Yuta Takase)

(www.gliamicidellamusic.net, 2.7.2015)

 

The Yomiuri Shimbun

Im Halbfinal und Final des Haydn Wettbewerbs überzeugte das PQV mit den Streichquartetten von Haydn […] durch seine grosse künstlerische Reife. Bereits im Vorjahr in Takamatsu wurde das Kaiserquartett, sowie dieses Jahr das Lerchenquartett vom Publikum begeistert aufgenommen.

(The Yomiuri Shimbun, 9.4.2015)

Zeitschrift Kultur

“Pacific Quartet Vienna“ beeindruckten als sensibel aufeinander eingespieltes Team, so dass unerhörte Klanglandschaften entstanden. Ihre ausgeklügelten Spieltechniken und die spielerische Kreativität entwickelten eine gut nachvollziehbare Eigendynamik.

(Zeitschrift Kultur, 13.9.2012)

 

 

KulturKreisKassel

Nach dem heftig beklatschten Stück Kargers spielte das Quartett Alban Bergs »Lyrische Suite« derart nuanciert und gleichzeitig aufwühlend, als wäre es ein Plädoyer für die gesamte Gattung Streichquartett.

(KulturKreisKassel, 11. 2011)